Begegnungsfest der Flüchtlingsinitiative Sulingen

 

 

Das Wetter meinte es sehr gut mit dem 11. Begegnungsfest, zu dem die Flüchtlingsinitiative Sulingen alte und neue Bürgerinnen und Bürger der Stadt Sulingen in das evangelische Gemeindezentrum in der Edenstraße eingeladen hatte.

 

Ab ca. 16h füllte sich der geschmackvoll geschmückte Saal genauso schnell wie das prächtige Büffet, welches die Herkunftsländer der anwesenden Gäste hervorragend repräsentierte.

 

Zur Begrüßung eröffnete Herr Dr. Funk, Sprecher der Flüchtlingsinitiative das Fest mit der Begrüßung aller Anwesenden, einer Gedenkminute für die Angehörigen der Geflüchteten, die unter Krieg, Terror oder Not leiden, sowie der Vorstellung von Frau Annika Behnken, der neuen Integrationsbeauftragten der Stadt Sulingen.

 

Besonders hervorgehoben wurden auch die beiden frischgebackenen Gesellen Arash Mohammadi und Younis Khamis Mohamed, die für ihren Erfolg je mit einem Gutschein belohnt wurden sowie deren Paten Antje Retat und Peter Wagner, die zum Dank für die erfolgreiche Begleitung jeweils einen Blumenstrauß überreicht bekamen.

 

Herrn Dr. Funck hat der niedersächsische Ministerpräsident für seinen ehrenamtlichen Einsatz mit einem Brief gedankt. Diesem Dank schloss sich das Vorbereitungsteam an un überreichte als Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz eine bepflanzte Blumenschale.

 

Die Rede wurde in Kurdisch, Farsi, Russisch und Ukrainisch übersetzt.

 

An die Eröffnungsrede schlossen sich kulturelle Beiträge an: Fr.  Ulrike Glindemann spielte Querflöte, Frau Sibylle Baalmann Geige und die Rapperin Rachel Morris sorgte mit ihrem Gesang für Stimmung.

 

Dann war Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit Hilfe von Karten mit unterschiedlichen Formen und Farben konnte eine bisher unbekannte Person gefunden werden. „Interviewfragen“, die in verschiedenen Sprachen übersetzt waren, konnten als Hilfe dienen, um ins Gespräch zu kommen.

 

Dank dem ehrenamtlichen Engagement zweier Erzieherinnen des Kindergartens Regenbogen konnten die Kinder drinnen basteln, sich schminken lassen oder sich auf dem Freigelände austoben. Die vorhandenen Pfützen eigneten sich hervorragend um die gebastelten Papierschiffe darin fahren zu lassen oder seine Geschicklichkeit zu testen. Darüber hinaus gab es im Saal eine betreute Spielecke für Kleinkinder und einen Raum für die etwas älteren mit einem Tischkicker.

 

Begegnen sollen sich bei diesem Fest, welches in der Regel zweimal pro Jahr ausgerichtet wird, die verschiedenen Kulturen, um sich im Austausch miteinander kennenzulernen. Das dieses Ziel erreicht worden ist, konnte man im Laufe des Nachmittages hervorragend beobachten: rege Gespräche bestimmten den Geräuschpegel während man sich die mitgebrachten Speisen schmecken lies und zufriedene Gesichter, die den Saal gegen Ende des Festes verließen.

 

Es war ein schönes Miteinander welches nicht zuletzt durch das gemeinsame Aufräumen deutlich wurde.

 

 

 

Das im Lauf des Festes erstellte Gemeinschaftsbild.

Fotos vom Winterfest am 10.Februar 2024

Auch die Sulinger Kreiszeitung hat berichtet:

Reger Austausch beim Winterfest

Flüchtlingsinitiative Sulingen gratuliert zu bestandenen Gesellenprüfungen

Sulingen – „Ein kräftiges Dankeschön an die Mitarbeitenden der Flüchtlingsinitiative, der evangelischen Kirchengemeinde Sulingen und an die engagierten Geflüchteten!“ Dr. Ernst Funck, Sprecher der Flüchtlingsinitiative Sulingen, freute sich über die rege Beteiligung am gelungenen Winterfest am Samstag. Es war das elfte interkulturelle Begegnungsfest seit dem Jahr 2015.

Rund 160 geflüchtete Personen, vor allem aus der Ukraine, Afghanistan und den kurdischen Gebieten, aber auch aus afrikanischen Regionen und Gäste mit deutschen Wurzeln, unter ihnen Bürgermeister Patrick Bade, waren zusammengekommen, um sich untereinander auszutauschen und Gemeinschaft zu feiern. An einer langen Tafel war ein buntes Buffet mit Speisen aufgebaut, die von den Teilnehmenden mitgebracht worden waren, um gemeinsam verzehrt zu werden. Mehrsprachig ging es zu, deutsche Grußworte wurden persisch, kurdisch und ukrai-nisch übersetzt. Musik gab es von Ulrike Glindemann (Querflöte) und Sibylle Baalmann (Geige).

„Ich würde mir wünschen, dass künftig noch mehr von den bereits langjährig integrierten Menschen mitmachen“, hofft Funck. Auch sei angedacht, sich an den aktuellen Demonstrationen gegen Rechtsextremismus zu beteiligen, damit es dort möglichst kulturell „bunt“ zugehe. Für die Großveranstaltung am selben Nachmittag habe man jedoch davon abgesehen, weil die Befürchtung im Raum gestanden habe, dass bei den geflüchteten Menschen traumatische Erinnerungen an Unruhen und Polizeigewalt wach werden könnten.

Einer der Höhepunkte des Nachmittags war die Ehrung von zwei frischgebackenen Gesellen. „Nach einem schweren Weg haben zwei Männer ihre Ausbildung abgeschlossen. Sie haben die Prüfung als Mechatroniker und Elektroniker bestanden und diese Woche ihre Gesellenbriefe erhalten: Younis Khamis aus dem Sudan und Arash Mohammadi aus Afghanistan!“ Die Begeisterung von Ernst Funck war nicht zu überhören, als er den beiden und deren ehrenamtlichen Unterstützern, den pensionierten Lehrkräften Antje Retat und Peter Wagner, unter großem Applaus gratulierte.

Auf Ernst Funck selbst wartete ebenfalls eine Überraschung, mit der er nicht gerechnet hatte: Anlässlich der kürzlich erfolgten Würdigung für sein ehrenamtliches Engagement durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stefan Weil überreichten ihm die Mitarbeiten-den der Flüchtlingsinitiative eine bunte Schale mit gepflanzten Frühlingsblumen. „Unbezahlbar und freiwillig“, heißt es in der Urkunde vom 25. Januar dieses Jahres zum Wettbewerb um den Niedersachsenpreis für Bürgerengagement 2023. Funck: „Meine Arbeit für Geflüchtete wäre ohne die Bereitwilligkeit und den Einsatz der anderen Patinnen, Paten, Helferinnen und Helfer der Flüchtlingsinitiative wie Beate Tichy und Hartmut Bublitz lediglich ein Tropfen. Zusammen wird daraus ein symphonischer Klang. Mir ist diese Arbeit nur möglich, weil ich nach der liebenden Zuwendung Gottes, die ich erfahren habe, nicht anders kann, als diese Liebe weiterzugeben.“  bhe



Quellenangabe: Sulinger Kreiszeitung vom 14.02.2024, Seite 10