Presseberichte II

Nachfolgende Presseartikel spiegeln unsere bisherige Arbeit wider. 

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Interkulturelles Sommerfest in Sulingen findet große Resonanz

Sulingen - 220 Gäste aus elf Nationen versammelten sich am Samstagnachmittag an den Tischen im Gemeindezentrum an der Edenstraße in Sulingen. „Das ist eine super Resonanz“, stellte Dr. Ernst Funck mit Blick auf das bunte Miteinander beim interkulturellen Sommerfest fest. Er freute sich besonders darüber, dass viele Sulinger der Einladung gefolgt waren. Der Tisch war reich gedeckt: Die Gäste hatten das Büfett mit Köstlichkeiten aus ihrer jeweiligen Heimat bestückt, dazu gab es Halal-Fleisch vom Grill. „Ich habe in der Zeitung von dem Fest gelesen und fand die Idee spannend. Schön, dass es so etwas gibt“, sagte eine Besucherin aus Vorwerk. Ihren ersten Gesprächspartnern bot sie Obst aus dem eigenen Garten an: „Ihr könnt gern kommen und Kirschen pflücken...“

 

Das Sommerfest sei, ebenso wie eine Winter-Veranstaltung, fester Bestandteil des Sulinger Integrations-Konzepts, sagte Kirchenvorstandsvorsitzender Hans-Rudolf Kalus bei der Begrüßung: „Wir wollen unterschiedliche Kulturen in zwangloser Atmosphäre zusammenbringen. Ziel ist, dass wir uns besser kennen und verstehen lernen.“ Sein Dank galt den Organisatoren aus den Reihen der Flüchtlingsinitiative, der Flüchtlingssozialberatung von „Bethel im Norden“ und der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sulingen für die Vorbereitung. Als Übersetzer fungierten Abdulvehap Bulut (Kurdisch), Mohamad Hammoud (Arabisch) und Renate Klüver (Französisch). Eine Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, waren die Bingo-Karten auf den Tischen. Tanzt du gern? Singst du unter der Dusche? Kannst du ein Instrument spielen? Zehn Fragen galt es mit den Nachbarn zu klären – auf Deutsch. Mustafa, vor anderthalb Jahren aus Syrien geflüchtet, arbeitete nicht nur seinen Laufzettel ab. Gerlinde, die er nach ihren Kochkünsten fragte, gestand der Neu-Siedenburger, dass er mit seinen Deutschkenntnissen noch nicht zufrieden ist, aber fleißig lerne. Wie er von dem Fest in Sulingen erfahren hat? „Mein Freund Mohammad hat mich eingeladen. Er hat heute Geburtstag.“

Viele Kinder nutzten die Spielangebote im Garten, einige fanden sich unter dem improvisierten Tipi ein. In der von Doris Hermann betreuten Mal-Ecke entstanden kleine Kunstwerke. „Für den einen oder anderen ist das Anspitzen der Stifte mindestens genauso interessant“, sagte die Hobbymalerin lachend. Helga Rust hatte sich darauf vorbereitet, mit den Besuchern afrikanische und mittelamerikanische Formationstänze einzustudieren. Da das Gros der Veranstaltung im Außenbereich stattfinden konnte und die Zeit mit Gesprächen wie im Flug verging, wurde dieser Programmpunkt auf das Winterfest verschoben. Stattdessen war eine spontane, international besetzte Trommel-Session der musikalische Abschluss.

Auch im wöchentlichen „Café Kunterbunt“ im Begegnungszentrum „Taff“ haben Geflüchtete Gelegenheit, sich mit Einheimischen auszutauschen und die deutsche Sprache zu üben (montags von 15 bis 17 Uhr).

Da Sprachkenntnisse die zentrale Voraussetzung für eine gelungene Integration sind, sucht die Flüchtlingsinitiative weiterhin Freiwillige, die sich in diesem Bereich engagieren möchten (Tel. 0170 676 51 07). - mks

 Sulinger Kreiszeitung vom 03.07.2017 

 


 

  

Verwaltungsmitarbeiter Andreas Fischer, Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Thekla Löchel, Sprecherin der Flüchtlingsinitiative, diskutieren die Situation der „UmAs“ in Sulingen

257 Asylbewerber leben derzeit in der Stadt Sulingen. 122 von ihnen gelten als anerkannt. „In der Zahl der 257 Asylbewerber sind nicht die ‚UmAs‘ berücksichtigt“, sagt Andreas Fischer, Mitarbeiter des Fachbereiches Allgemeines und Soziales der Stadtverwaltung. Als „UmAs“ bezeichnen die Verwaltungsmitarbeiter und die Angehörigen der Flüchtlingsinitiative Sulingen minderjährige Asylbewerber, die unbegleitet ihre Heimatländer verlassen haben und laut Fischer von den Mitarbeitern des Jugendamtes des Landkreises betreut werden. Mit der Volljährigkeit wechseln sie in die Zuständigkeit der Stadt – und stellen deren Mitarbeiter und Helfer vor neue Herausforderungen.

Mehraufwand ist für die Gruppe kaum zu leisten

„Die meisten ‚UmAs‘ brauchen eine besondere Betreuung“, sagt Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb mit Blick auf das Engagement der Mitarbeiter des Landkreises Diepholz in den Unterkünften am Mühlenhofpark und in der angemieteten Immobilie am Kornblumenweg in Sulingen.

„Mit Erreichen der Volljährigkeit fallen sie aus der Betreuung heraus und werden weitgehend sich selbst, der Stadt und damit auch uns überlassen“, erklärt Thekla Löchel, Sprecherin der ehrenamtlich aufgestellten Flüchtlingsinitiative. Ein Mehraufwand, der durch die aktuelle Zusammensetzung der Gruppe und mit den ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen kaum zu leisten sei.

Langfristige Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften wäre falsch

Konkret spricht Verwaltungsmitarbeiter Fischer von zwölf jungen Männern aus Afghanistan und Syrien, die als „UmAs“ in den vergangenen Monaten und noch bis zum Ende dieses Jahres von der Obhut des Landkreises in die der Stadt gewechselt sind beziehungsweise noch wechseln werden.

„Sie jetzt langfristig in den städtischen Flüchtlingsunterkünften zu belassen, wäre sicherlich der falsche Weg“, sagt Thekla Löchel. „Vor allem, wenn man weiß, welche Strapazen sie auf sich genommen haben, um als Minderjährige aus Syrien oder Afghanistan zu fliehen; fast alle sind traumatisiert.“

Hoffnung auf Paten

Aktuell beschäftige die ehrenamtlichen Helfer der Fall eines jungen Mannes aus Afghanistan, den sie erst vergangene Woche in psychiatrische Betreuung vermittelt haben. „Ein ganz normaler Junge, ein guter Schüler“, weiß Thekla Löchel, „der nach wie vor nicht mit den Misshandlungen während seiner Flucht klarkommt. Ihn ohne Betreuung in einer Gemeinschaftsunterkunft unterzubringen, könnte fatale Folgen haben – für ihn selbst, aber gegebenenfalls auch für sein Umfeld.“

Neben der Beschaffung von Wohnraum mit Größen, die sich für die Aufnahme von ein oder zwei „UmAs“ eignen, sehen Stadt und Flüchtlingsinitiative derzeit in der Gewinnung von Paten für die Heranwachsenden die größte Herausforderung.

„Wir suchen Leute, die bei der Freizeitgestaltung helfen, die Flüchtlinge auf Angebote hinweisen. Nichts wäre schlimmer, als dass sie in den Unterkünften herumsitzen und sich keiner kümmert“, sagt Löchel. Anbieter von Wohnraum oder Interessenten an einer Patenschaft sollten sich bei der Stadt melden. „Die Thematik wird uns noch länger beschäftigen“, sagt Dirk Rauschkolb. / oti 

Sulinger Kreiszeitung vom 18.05.2017

 

 

 


Stadt würdigt Engagement der Flüchtlingsinitiative

Sulingen - „Ihr tragt dazu bei, dass wir friedlich mit unseren neuen Mitbürgern zusammenleben, ihr habt Sulingen menschlicher gemacht“, bescheinigte Dirk Rauschkolb den Mitgliedern der Flüchtlingsinitiative, deren ehrenamtliches Engagement er am Freitagabend beim Neujahrsempfang in der Alten Bürgermeisterei in den Fokus rückte. Er dankte ihnen für ihr „uneigennütziges, schnelles und umsichtiges Agieren“ zum Wohle der Flüchtlinge, und damit zum Wohle aller Einwohner.

Die Flüchtlingsinitiative habe die Sulestadt in den vergangenen zwei Jahren in besonderem Maße geprägt, betonte Dirk Rauschkolb in seiner Laudatio. Obwohl ihre Vertreter oft im Hintergrund wirkten, seien sie „immer da, wenn sie gebraucht werden – quasi rund um die Uhr.“ Wie zeitintensiv ihr Ehrenamt sei, bleibe den meisten verborgen. Die inzwischen rund 50 Personen zählende Hilfsinitiative zeichne sich aus durch Flexibilität, Ideenreichtum und Einsatzbereitschaft.

Die Geschichte der Flüchtlingsinitiative Sulingen gehe zurück auf die Kontaktaufnahme von Karin Wutzke und Thekla Löchel mit der Verwaltung im November 2014. Sie berichteten von spontanen Hilfsangeboten aus der Sulinger Bevölkerung in Flüchtlingsangelegenheiten, kurz darauf fand ein erstes Koordinierungsgespräch statt. Am 24. November lud man gemeinsam zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Flüchtlingsbetreuung in die Alte Bürgermeisterei ein. Rauschkolb: „Die Sulinger Willkommenskultur war geboren. Und wir sind stolz auf sie.“

Um die Sach- und Zeitspenden in die richtigen Bahnen zu lenken, gründete sich im März 2015 die Flüchtlingsinitiative Sulingen, Sprecherinnen wurden Thekla Löchel und Petra Albers. In den Jahren 2015 und 2016 hieß die Initiative jeweils rund 100 Flüchtlinge willkommen. Die Ehrenamtlichen erleichterten den Neubürgern das Einleben in Sulingen, indem sie spartanisch eingerichtete Wohnungen wohnlicher gestalteten, den Flüchtlingen aber auch Sprache, Kultur und Lebensgewohnheiten näher brachten und ihnen über manche Alltagsprobleme hinweghalfen.

Die Initiative habe „aus dem Nichts“ Betreuungsstrukturen geschaffen, unterstrich Rauschkolb. Er nannte unter anderem den Aufbau eines Möbellagers, eines Kleidertreffs und eines Fahrradlagers sowie die ehrenamtliche ärztliche Betreuung durch Dr. Ernst Funck. Zur Erfolgsbilanz gehöre außerdem die Vermittlungen in Praktikums- und Ausbildungsplätze und sogar in reguläre Arbeitsverhältnisse.

Aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse im Sommer 2015 stieg die Zahl der Flüchtlinge, analog dazu aber auch die der Helfer. Neben Paten und Experten konnten zahlreiche Dolmetscher gewonnen werden. Thekla Löchel, das „Gesicht der Flüchtlingshilfe“, habe mit Besonnenheit, Hartnäckigkeit und zielorientiertem Handeln dazu beigetragen, das Gesamtkonzept der Flüchtlingsintegration in Sulingen voranzutreiben, stellte Rauschkolb fest. Er bat die zehn Ehrenamtlichen, die stellvertretend für die Flüchtlingsinitiative die Ehrung in Empfang nahmen: „Bitte, macht weiter so.“ Thekla Löchel gab den Dank zurück: „Die Ehrung bedeutet uns sehr viel, denn sie zeigt uns, dass Menschen unsere Arbeit verfolgen und wertschätzen. Sie ist für uns Belohnung und gleichzeitig Ansporn, uns den Herausforderungen zu stellen, die der lange Integrationsprozess mit sich bringt.“ 120 Vertreter von Vereinen, Politik und Institutionen waren Gäste der Festveranstaltung mit anschließendem Empfang. Musikalische Akzente setzten gestern Abend in der Alten Bürgermeisterei Johanna Quade und Rike Bornemann. - mks

Sulinger Kreiszeitung vom 11.02.2017


Sulinger Wochenpost, 25.01.2017


Sulinger Sonntagstipp, 14.01.2017


Sulinger Kreiszeitung, 09.12.2016
Sulinger Kreiszeitung, 09.12.2016

Sulinger Wochenpost, 09.11.2016


Sulinger Wochenpost, 27.10.2016
Sulinger Wochenpost, 27.10.2016

Sulinger Kreiszeitung vom 02.08.2016

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Sulinger Kreiszeitung vom 30.07.2016 

Einige der acht Flüchtlinge und Asylbewerber sind noch nicht ganz sattelfest in der Sprache – aber der Humor, mit dem Polizeihauptkommissar Reiner Bergmann vom Sulinger Polizeikommissariat und Wolfgang Rehling, Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Diepholz, ihnen am Freitagnachmittag die „Spielregeln“ für das Fahrradfahren auf bundesdeutschen Straßen näher bringen, kommt an.

„Darf man Musik hören auf dem Fahrrad?“, erkundigt sich einer der jungen Männer. „Ja, aber so leise, dass man auf jeden Fall mitbekommt, was hinter einem los ist – und nur mit einem der Stöpsel im Ohr“, empfiehlt Rehling. „Wichtig ist, dass man gute Musik hört“, ergänzt Reiner Bergmann grinsend. „Helene Fischer ist okay.“
Die Gruppe im Kreisverkehr an der Langen Straße – hier können durchaus auch Radler in brenzlige Situationen geraten, die jahrelange Erfahrung mit den deutschen Verkehrsregeln haben.

Es ist nicht die erste Veranstaltung dieser Art, allerdings die erste im Sozialpsychiatrischen Tageszentrum „Taff“ von Bethel im Norden. Flüchtlingen zu vermitteln, wie man im Straßenverkehr das Fahrrad sicher nutzt, ist wichtig, weiß Eileen Scurfield. Die Sozialpädagogin bietet im „Taff“ mit Kollegin Gerlinde Bonfert Flüchtlingssozialberatung und Unterstützung der Sulinger Flüchtlingsinitiative an, hat die Aktion mit Astrid Ellmers (Koordinatorin zwischen Verwaltung und Ehrenamt in der Stadt Sulingen) und Thekla Löchel, Sprecherin der Sulinger Flüchtlingsinitiative, organisiert. Scurfield: „Es ist immer wieder Sulingern aufgefallen, dass die jungen Männer sehr schnell fahren und ihnen die Vorfahrtsregel rechts vor links nicht klar ist. Es gab auch schon mal Unfälle, zum Glück ist es bislang glimpflich abgelaufen.“ Dass am Freitag keine Frauen dabei sind, liege zum einen daran, dass mehr männliche Flüchtlinge in Sulingen untergebracht sind, „zum anderen trauen die Frauen sich das Fahrradfahren nicht so zu.“ Allerdings seien weitere Angebote dieser Art in Planung, die sich vor allem an Familien richten sollen.

Bergmann und Rehling verdeutlichen unter anderem, dass man mit dem Rad auf der Straße fährt, sofern nicht ein Schild dafür einen Rad- oder Fußweg ausweist, „damit die Autofahrer einen gut sehen können.“ Dazu tragen auch Reflektoren und, bei Dunkelheit, Signalwesten bei. Auch, wie ein verkehrssicherer Drahtesel ausgestattet sein muss, ist Thema. Die Fangfrage, wie viele Reflektoren ein Rad haben soll, geht an die deutschen Damen – die alle zu niedrig schätzen, tatsächlich sind es elf.

Die beiden Polizeibeamten überprüfen die in der Regel betagten, für die Flüchtlinge gespendeten Fahrräder. Hier hat der Schalthebel sich selbstständig gemacht, da funktioniert das Rücklicht nicht – am Ende bekommt lediglich ein Zweirad den Aufkleber, der es als verkehrssicher ausweist. Vorerst: „Wir haben schon besprochen, dass unser ,Fahrradbeauftragter‘ Ulrich Hemken die Mängel beseitigen wird“, kündigt Thekla Löchel an.

Dann macht sich die Gruppe auf zur Tour durch die Sulinger Innenstadt, mit anschließender Manöverkritik bei Kaffee, Tee und Kuchen im „Taff“. Der „Parcours“ wartet gleich zu Beginn mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad auf – dem Kreisel an der Langen Straße, wo bekanntlich auch Radfahrer in brenzlige Situationen geraten, die jahrelange Erfahrung mit den deutschen Verkehrsregeln haben.





Sulinger Wochenpost vom 22.06.2016

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Sulinger Wochenpost vom 08.06.2016

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Wenn denn die Wirklichkeit so wäre . . .


Sulinger Kreiszeitung vom 31.05.2016